Inhalt:
- Yoga
allgemein
- Die sieben
Chakras
- Yoga - Formen
YOGA
"Yoga" ist der Überbegriff für eine
Vielzahl von körperlichen und geistigen Übungen.
Wörtlich übersetzt bedeutet das Sanskrit-Wort
"yoga" u.a. "Verbindung, Vereinigung; Methode" oder
"Technik".
Die Wurzeln des Yoga liegen in Indien - er ist eine der
ältesten Wissenschaften, die sich mit dem Menschen in seiner Ganzheit
beschäftigen.
Seit Beginn des 20. Jh. hat sich besonders der mehr körperorientierte
Hatha-Yoga auch im Westen weit verbreitet und weiterentwickelt.
Yoga ist weder Sport noch Religion, sondern ein körperliches
und geistiges Training. Aufgrund seines systematischen und ganzheitlichen
Ansatzes und seiner überzeugenden Wirkung findet Yoga heute AnhängerInnen
in allen Alters- und Gesellschaftsschichten. Allg.
Informationen zu verschiedenen Yoga-Formen
Die 7 Chakras

Muldhara
Chakra
Das unterste Chakra ist das Muladhara Chakra. Es ist der Sitz der schöpferischen
Energie im Menschen. In ihrer untersten Manifestationsform ist diese schöpferische
Kraft Triebkraft, verfeinert wird sie zur künstlerischen Intuition,
zur Liebe, um in ihrer höchsten Manifestation sich in All-Liebe mit
Shiva zu vereinigen.
Die schöpferische Energie wird im Yoga Kundalini genannt, dargestellt
als Schlange oder weibliche Göttin (bzw. Dakini/Hexe). Im Muladhara
Chakra ist die Kundalini noch schlafend, was ihr magisches, spirituelle
Potential anbelangt. In dreieinhalb Umschlingungen umfaßt sie den
Shiva Linga, Symbol der Zeugungskraft von Shiva (hier, sonst kann Linga
mehr bedeuten).
Im Muladhara befindet sich auch der erste Knoten von Ida und Pingala (Knoten
ist ein Punkt, an dem beide, Ida und Pingala die Sushumna (Wirbelsäule)
kreuzen. Dieser Kreuzungspunkt Brahma Granthi (Knoten Brahmas) wird auch
Mukta Triveni.genannt, die Quelle der inneren Entsprechungen der Flüsse
Ganges und Yamuna und Saravati (mythologischer Name der vorhin erwähnten
3 Nadis Ida, Pingala, Sushumna). Siehe Kundalini Ressort: "Nadis".
Später treffen diese drei Nadis einander wieder im Anahata Chakra
und im Ajna Chakra.
Svadishthana
Chakra
Die Schreibweise des Svadishthana Chakras ist unterschiedlich z.B. auch
Swadhisthana (wichtig wegen der Eingaben in Suchmaschinen). Das Svadishthana
Chakra (Sakral Chakra) ist das zweite Chakra und hat die Farbe Orange.
Seine Wurzel ist hinter den Genitalien und seine Trichteröffnung
über den Genitalien. Es ist das Gegenchakra des Muladhara Chakras.
Als solches hat es mit der Sexualität zu tun und den Gedanken und
Emotionen, welche damit gekoppelt sind. Für die körperlichen
Aspekte der Sexualität hingegen ist das Muladhara Chakra zuständig.
Als magisches Zentrum ist es dem Element Wasser zugeordnet.
Manipura
Chakra
Das Manipura Chakra liegt ungefähr 3 Finger breit unter dem Nabel.
Dieses Chakra hat in Indien, speziell im Tantrismus eine große Bedeutung
und eine sehr große Bedeutung im tibetischen Yoga.
Eine wesentliche Bedeutung besitzt dieses Zentrum im taoistischen Yoga,
der nicht mit Chakras arbeitet. Es ist hier der Feuerkessel des Herzens
(Herz als Sitz der Emotionen und Gefühle) Teilweise entspricht dies
dem Anahata Chakra, teilweise jedoch auch dem Manipura Chakra. Eindeutig
ist jedoch die Rolle des "Dreifachen Erwärmers" in der
Akkupunktur und im taoistischen Yoga. Dieser leigt drei Fingerbreiten
unterhalb des Nabels.
Die drei Elexierfelder (Zinnoberfelder), die Orte von Ching, Chi und ShenDas
Manipura Chakra ist deshalb von so zentraler Bedeutung, weil es dem Element
Feuer entspricht (bzw. im Taoismus ein sehr wichtiger Energiepunkt ist).
Sämtliche Kundaliniübungen - und diese haben ja die Aufgabe
die Chakras zu beleben und zu aktivieren, beginnen mit Hitze, Hitzeimaginationen,
Muskelarbeit, welche physische Wärme an relevanten Stellen erzeugen
soll, Atemübungen, welche ebenfalls Energien und Hitze erzeugen sollen.
Chögyal Namkhai Norbu: "Die Harmonie der Elemente in der Kunst
der Atmung", Verl.d.Dzochen, 1998, Landshut, D.
Seite 132: "Dieses Chakra ist eines der wichtigsten zur Erzeugung
der Hitze". "4 Finger unter dem Nabel, wo sich die drei Kanäle
vereinigen". (Sushumna, tib. Kundarma, weiters Ida und Pingala)
Im Gegensatz zu Indien, Tibet und China, hat das Manipura Chakra in der
Theosophie eine geringe Bedeutung und dafür an seiner Stelle das
Surya Chakra, welches für die Medialität zuständig ist.
Anahata
Chakra
Das Anahata Chakra ist das Zentrum kosmischer Liebe. Es ist zugleich ein
Zentrum des Ausgleiches und der Balance zwischen den unteren, mehr körperlich
betonten Chakras und den oberen, mehr spirituell betonten Chakras.
Das Anahata Chakra ist wie der Drehpunkt einer Waage, es ist die ausgleichende
Mitte. Wer dieses Chakra zum Schwerpuunkt hat lebt in harmonischer Ausgeglichenheit,
in Hinwendung und Liebe zu allem, das ihm/ihr begegnet. Dieses Chakra
liefert nicht solch überraschende Effekte und Sensationen wie das
Ajna Chakra, ein Grund, weshalb von vielen das Ajna Chakra bevorzugt wird.
Dahinter kann sich jedochn ein großer Irrttum verbergen: ohne der
soliden Basis eines entwickelten Anahata Chakras ist jeder weitere spiritueller
Aufstieg nur ein Schein, eine Täuschung.
Das Anahata Chakra wird oft mit dem Solar-Plexus Chakra gleichgesetzt,
dies entspricht jedoch nicht den ursprünglichen indischen Anschauungen.
Vishuddha
Chakra
Das Vishuddha Chakra wird mit dem magischen Wort, dem Mantra in Verbindung
gebracht. Als 5. Chakra steht es für das Element Äther (Akasha).
Ajna
Chakra
Das Ajna Chakra (sechstes Chakra) liegt zwischen den Augenbrauen und
hat in den indischen Darstellungen zwei Blütenblätter. Nach
Leadbeater hat es 2 x 43 (96) Blütenblätter, wobei eine Hälfte
rosarot mit goldgelben Einschlag ist und die zweite Hälfte lila-blau.
Bei Heilmeditationen, in denen man Willenskraft anwendet, soll man die
Aufmerksamkeit auf die Stelle zwischen den Augenbrauen richten; bei Heilmeditationen,
in denen man mit gedanklichen Vorstellungen arbeitet, auf das verlängerte
Rückenmark; und bei Heilmeditationen, in denen man seine Hingabe
erweckt auf das Anahata. Mit der Zeit richtet sich die Aufmerksamkeit
ganz von selbst auf diese Zentren.
Das verlängerte Mark und die Stelle zwischen den Augenbrauen sind
in Wirklichkeit der positive und der negative Pol ein und desselben Zentrums,
in welchem die intelligenzbegabte Lebenskraft regiert. Zuzeiten wies Paramhamsaji
seine Schüler an, sich auf die Stelle zwischen den Augenbrauen zu
konzentrieren und zu anderen Zeiten auf das verlängerte Mark. Wenn
sich der Blick mit ruhiger Konzentration auf die Stelle zwischen den Augenbrauen
richtet, fließt der Strom (Odlohe) aus beiden Augen zuerst auf das
Ajna Chakra und von dort auf das verlängerte Mark. Dann schaut man
das "einfältige" astrale Lichtauge des verlängerten
Marks.
Sahasrara
Chakra
Dieses Chakra wird gewöhnlich als letztes erweckt. Zu Beginn hat
es die selbe Größe wie die übrigen; in dem Maße
aber, wie der Mensch auf dem Pfade geistiger Entwicklung fortschreitet,
nimmt es an Umfang stetig zu, bis es fast die gesamte Schädeldecke
einnimmt. Seine Entfaltung bringt aber eine andere Besonderheit mit sich:
Anfänglich ist es so wie alle anderen Chakras eine Vertiefung im
Ätherkörper, da durch es, sowie durch alle anderen die göttliche
Kraft von außen einströmt. Wenn aber der Mensch seine Stellung
als König des göttlichen Lichtes verwirklicht hat, der auf alles,
was ihn umgibt, verschwenderisch seine Gaben ausstreut, dann schaltet
sich dieses Chakra um, indem es sich sozusagen von innen nach außen
umstülpt. Es ist nicht länger mehr ein Stromweg für die
Kraftaufnahme, sondern für Kraftausstrahlung, nicht mehr eine Vertiefung,
sondern eine Erhebung, die sich wie ein Dom über dem Haupte als eine
wahrhafte Glorienkrone wölbt.
Yoga - Formen
Hatha-Yoga
Die meisten Mitglieder des BYO unterrichten Hatha-Yoga.
Der Schwerpunkt liegt auf Körperübungen, häufig in Verbindung
mit Atemübungen, Entspannung und Meditation.
Der Hatha-Yoga ist der derzeit im Westen am meisten verbreitete Yoga-Stil.
Mischformen
Viele Yogalehrende verbinden verschiedene Yoga-Stile.
Daraus ergeben sich unterschiedliche Schwerpunkte mit mehr oder weniger
oder gar keiner Orientierung an indischen Weltanschauungen.
Ashtanga-Yoga
Der Inder K. Pattabhi Jois entwickelte eine sehr kraftvolle und dynamische
Form des Hatha-Yoga. Es werden vorgegebene, sehr fordernde dynamische
Reihen im indischen Stil geübt, die einzelnen Asanas oft durch Sprünge
miteinander verbunden. Den TeilnehmerInnen wird gelehrt, während
des Übens auf eine bestimmte Art zu atmen (Ujjayi-Pranayama).
Bhakti-Yoga
Der Weg der bedingungslosen Liebe und Hingabe an das Göttliche.
Integraler Yoga
Eine von Swami Satchidananda, Schüler von Sw. Sivananda, entwickelte
Form des Yoga beinhaltet Körperhaltungen, Tiefenentspannung, Atemübungen
und Meditation sowie positives Denken. Ein in der indischen Tradition
verwurzelter eher geistiger Weg, in dem mehr Wert auf eine ruhige, meditative
Stimmung, als auf Exaktheit und Genauigkeit in den Asanas gelegt wird.
Iyengar-Yoga
Der Inder B.K.S. Iyengar entwickelte eine kraftvolle, dynamische und
oft sehr fordernde Art des Hatha-Yoga. Der Schwerpunkt des Übens
liegt auf exakt ausgeführten Körperhaltungen, typisch ist die
Verwendung von Hilfsmitteln, wie z.B. Gurte, Klötze, Bänkchen,
usw.
Jnana-Yoga
Der Weg der Erkenntnis
Karma-Yoga
Der Weg des richtigen Handelns.
Kundalini-Yoga
Im Kundalini-Yoga geht es um das Anregen und Verstärken jener Energie,
die als im Becken bzw. am unteren Ende der Wirbelsäule ruhend angesehen
wird (Kundalini). Dies wird durch intensive Atemübungen, Asanas,
Kriyas (reinigende Übungen) und Meditation erreicht.
Kriya-Yoga
Eine sehr alte indische Übungsmethode, bestehend aus speziellen
Körper- und Atemübun-gen, Reinigungstechniken, Meditation mit
Schwerpunkt auf Geistesschulung. Bekanntester Vertreter war der Inder
Yogananda.
Luna-Yoga
Ein junger im Westen entstandener Stil, in dem Yoga-Übungsreihen
speziell auf die individuellen Bedürfnisse von Frauen abgestimmt
sind.
Raja-Yoga
Raja-Yoga meint heute v.a. Meditationsübungen, die sich auf den
Achtfachen Yoga-Weg des Patanjali beziehen. Dieser wird dann - im Gegensatz
zum Hatha-Yoga - als stärker geistig orientierter Yoga-Weg verstanden.
Shivananda-Yoga
In Berufung auf Swami Vishnudevananda, Schüler von Sw. Shivananda,
werden bestimmte gleichbleibende Yoga-Reihen geübt und Yoga-Philosophie,
bestimmte Ernährung, Mantras (= Wort, Spruch, Silbe, heiliger Text)
und Gebete gelehrt.
Tri-Yoga
TriYoga (R) wurde von der Amerikanerin Kali Ray begründet.
Es verbindet Asana, Pranayama und Handmudras zu fließendem Sequenzen
("Flows") zur Erweckung der Lebensenergie, Prana.
Vini-Yoga
Vini-Yoga wurde entwickelt von Shri Krishnamacharya und seinem Sohn T.K.V.
Desikachar. In gut aufgebauten Übungen wird viel Aufmerksamkeit auf
die individuellen Bedürfnisse und Möglichkeiten des Übenden
gerichtet.
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